Machine to Machine

Um eine fehlerfreie Produktion zu gewährleisten, müssen Fertigungsunternehmen ihre Maschinen ständig überwachen. Mitarbeiter müssen von Maschine zu Maschine gehen, um Daten abzulesen und zu überprüfen, ob alles dem Standard entspricht. Solch eine manuelle Überwachung nimmt viel Zeit und Kosten in Anspruch. Zeit und Kosten, die in andere Aufgaben investiert werden können. Die Lösung: eine MachinetoMachine-Kommunikation (M2M-Kommunikation)

Bei einer M2M-Lösung kommunizieren Maschinen miteinander, wodurch einer automatisierten Produktion nichts im Weg steht. Unternehmen sparen sich somit Zeit und Kosten ein und verbessern die ProduktivitätErfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die M2M-Kommunikation und wie Sie die Technologie in Ihrem Unternehmen verwenden können.  

Was ist unter M2M zu verstehen?

Der Name sagt den Kern der Technologie aus: von Maschine zu Maschine. M2M ist also die Kommunikation zwischen 2 oder mehreren Geräten. Der Ursprung der M2M-Technologie liegt in der Telemetrie. Hierbei geht es um die Fernwartung und -überwachung von Maschinen und Anlagen. Es wurden beispielsweise Messwerte von Wetterstationen über Telegrafanleitungen versendet und aus der Ferne überwacht.

Bei M2M tauschen die vernetzten Geräte Dateninformationen aus, die Mitarbeiter in Echtzeit überwachen können. Mit diesen Daten arbeiten Mitarbeiter oder Maschinen selbst weiter. M2M-Produkte haben „ihren eigenen Kopf“, weswegen sie smarte oder intelligente Produkte heißen.

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M2M ist nicht mit dem Internet-of-Things (IoT) zu verwechseln. Zwar ermöglichen die beiden Technologien einen automatisierten Informationsaustausch zwischen Maschinen, Anlagen und dem ERP-System. Jedoch liegt der Unterschied darin, dass IoT die Verknüpfung physischer Objekte (also things) beschreibt. Der Begriff IoT ist eher in einen alltäglichen Kontext einzubetten. Für den industriellen Zweck existiert der Begriff „Industrial Internet of Things“ (IIoT). Im Gegensatz zu M2M verbinden sich die Objekte ausschließlich über das W-LAN.

Machine to Machine verbindet Geräte fest von Punkt zu Punkt: Sensordaten werden angezapft und an ein Netzwerk übertragen. So können Unternehmen die Technologie in Bereichen wie der Fernwartung oder Gebäudeüberwachung einsetzen. Da Business-to-Business-Anwendungen in diesen Bereichen verwendet werden, stehen sie auch zu M2M in enger Verbindung.

M2M-Geräte müssen nicht zwangsweise mit dem W-LAN verbunden sein. Sie funktionieren auch mit verschiedenen Zugangsnetzen wie dem Mobilfunknetz. Auch wenn die Technologien ihre Unterschiede haben, haben sie den gleichen Nutzen: Sie sollen Kosten einsparen und Geschäftsprozesse optimieren.

Diese Voraussetzungen braucht die M2M-Technologie

Eine stabile Internetverbindung ist das A und O einer M2M-Lösung. Die Internetverbindung können Unternehmen durch das Ethernet, W-LAN oder den Mobilfunk gewährleisten. Die in der Maschine eingebetteten Microcontroller verwenden das Internet gemeinsam mit einer spezifischen Protokollsprache, um einen Datenaustausch zu gewährleisten.

Der 1. Schritt für eine erfolgreiche M2M-Kommunikation ist also eine stabile Internetverbindung. Zum 2. Schritt gehört es, die Konnektivität aufrechtzuerhalten. Bei Unterbrechungen der Verbindung können Sie den Datenaustausch nicht in Echtzeit verfolgen. Hier können Sie spezielle Antennen einsetzen, die Übertragungen verbessern.

Machine to Machine

Je mehr Maschinen miteinander verbunden sind, desto größer ist die Angriffsfläche für Cyber-Angriffe. Aus diesem Grund ist die Internetsicherheit der 3. Schritt für eine erfolgreiche M2M-Lösung. Zu Beginn muss das Unternehmen klarstellen, wer auf die Daten zugreifen kann. Das Netzwerk kann durch Berechtigungen Nutzer und Geräte identifizieren, Benutzergruppen verwalten und Anwendungen priorisieren.

M2M-Kommunikation mit SAP

Das SAP Asset Intelligence Network setzt eine M2M-Technologie in Unternehmen um. Das Netzwerk basiert auf einer Cloud-Lösung, die alle Dateninformationen der Maschinen sammelt und in einer zentralen Datenbank speichert. Die Lösung erleichtert die gemeinsame Verwaltung von Anlagen. Hersteller erhalten automatisch Daten über die Nutzung und den Ausfall von Anlagen. Dies ermöglicht eine Fernwartung der Anlagen. Strategien für die Instandhaltung und optimierende Ansätze können Unternehmen einfacher umsetzen. Eine weitere SAP-Technologie ist SAP Leonardo.

Die SAP-Leonardo-Anwendungen verbinden Menschen und Prozesse intelligent miteinander. Diese sollen die digitale Transformation in Unternehmen schneller umsetzen. Dabei dient die Anwendung SAP Leonardo IoT Edge als Schnittstelle und Verbindung zwischen den Maschinen und der SAP IoT-Cloud. Besonders relevant im Kontext von SAP Leonardo in der Fertigung kann der Einsatz der SAP Manufacturing Execution Suite (on-Premise) oder der SAP Digital Manufacturing Cloud sein. Diese SAP Lösungen zur operativen Steuerung der Produktion beinhalten auch Komponenten wie z.B. SAP Plant Connectivity, die eine M2M-Kommunikation sowie die Überwachung der entsprechenden Maschinenparameter ermöglichen.

Wie profitieren Sie von Machine to Machine?

Von einer M2M-Lösung kann jedes Unternehmen profitieren. Die Einsatzgebiete variieren von der Lagerverwaltung über die Verkehrsüberwachung bis hin zum Fernzugriff von Maschinen. Vor allem als Fertigungsunternehmen ist M2M ein wichtiges Thema für Sie, da M2M eine automatisierte Produktion ermöglichen kann.

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Die Kommunikation zwischen Maschinen bietet Ihrem Unternehmen viele Vorteile: Durch den automatisierten Datenaustausch sparen Sie Kosten und Zeit ein, verbessern Arbeitsprozesse und kreieren neue Services und Geschäftsmodelle. Mit dem Datenaustausch fallen Kontrollgänge weg, denn Maschinen geben selbst Bescheid, falls eine Wartung von Nöten ist oder Probleme entstehen. Aus der Ansammlung von Daten können Informationen gewonnen und neue Optimierungsansätze für Arbeitsprozesse geschlossen werden. Dadurch verbessert sich auch die Produktivität Ihres Unternehmens.

Wie kann M2M eingesetzt werden?

Dass eine M2M-Lösung nicht nur für Fertigungsunternehmen ein wichtiges Thema ist, zeigt Ihnen unser Beispiel im Automatengeschäft. Normalerweise führen Mitarbeiter Kontrollfahrten durch, um sicherzustellen, ob Produkte aufgefüllt werden müssen. Es kann vorkommen, dass Produkte für eine längere Zeit leer stehen, ohne dass das Unternehmen Bescheid weiß.

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Mit einer M2M-Technologie verschicken intelligente Automaten der Zentralstelle eine Benachrichtigung, wenn eine bestimmte Stückzahl erreicht wurde. So kann das Unternehmen rechtzeitig reagieren, ohne Kontrollfahrten durchführen zu müssen und es umgeht auch Leerstellen.

Mit Machine to Machine fit für die Zukunft

Mit einer M2M-Lösung spart Ihr Unternehmen Zeit und Kosten ein, da Ihre Anlagen nicht mehr manuell kontrolliert werden müssen. Den automatischen Datenaustausch sehen Sie in Echtzeit ein. Und da Maschinen in ständiger Kommunikation miteinander stehen, reagieren diese auf bestimmte Verhältnisse selbst. So kann einer reibungslosen Produktion nichts im Weg stehen. Profitieren Sie mit einer M2M-Technologie von einer höheren, effektiveren Produktivität und optimieren Sie Arbeitsprozesse.

M2M bildet eine wichtige Säule für die Digitalisierung Ihres Unternehmens. Wollen Sie sich informieren, ob eine M2M-Kommunikation auch in Ihrem Unternehmen möglich ist? Wir beraten Sie im Hinblick auf Voraussetzungen und Einführung einer M2M-Lösung. Kontaktieren Sie uns dafür einfach. Wir freuen uns auf die Mitarbeiter mit Ihnen.


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