Tim Lutz
22. Dezember 2021

Supply Chain Management

In der deutschen Übersetzung bedeutet "Supply Chain" Lieferkette oder Versorgungskette. Prozessorientiert zählen zu einer Supply Chain sämtliche Unternehmen, welche in die Produktion und Zulieferung eines bestimmten Erzeugnisses involviert sind. Damit reguliert dieses ökonomische Netzwerk den kontinuierlichen Workflow aller beteiligten Leistungsobjekte (Material, Finanzmittel und Information) im Rahmen der gesamten Wertschöpfungskette.

Unter Supply Chain Management ist demzufolge der effektive, organisatorische Aufbau und die Verwaltung integrierter Lieferketten innerhalb eines Wirtschaftsunternehmens zu verstehen. Hierzu kommt noch der Zulieferverbund mit allen externen Partnern in den Fokus. Dieser logistische Prozess beginnt bei der Rohstofflieferung und erstreckt sich anschließend über alle Stufen der Grundstoffveredelung bis hin zum Endkunden.

Schwerpunkte des Supply Chain Managements

Der produktive Ablauf zur Wertschöpfung wird inner- und außerbetrieblich zunehmend komplexer. Hierbei nimmt nicht nur der Kostendruck auf den Beschaffungsmärkten zu, sondern der sich steigernde Wettbewerb zwingt zu stets ausgefeilteren Angeboten.

So genügen Produktionsbetriebe diesen ökonomischen Herausforderungen umso besser, wenn sie außer der Kostenoptimierung in der Produktion hocheffiziente logistische Netzwerke einbeziehen.

Somit ist ein modernes Supply Chain Management den bislang vernachlässigten Teilgebieten der Beschaffung und Logistik in besonderer Weise verbunden. Denn diese gelten ebenso als ausgewiesene Multiplikatoren der unternehmerischen Wertschöpfungskette.

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Ziele des Supply Chain Managements

Wesentliche Schwerpunkte des Supply Chain Managements sind insbesondere:

  • die Verringerung von Lagerkosten
  • die fortlaufende Reduktion von Beständen in der Wertschöpfungskette
  • die Gewährleistung zuverlässiger Lieferprozesse
  • eine flexible “Just in Time” Belieferung auf allen End- und Zwischenstufen
  • deutlich verkürzte Durchlaufzeiten
  • eine enge Lieferanten- und Endkundenbindung

Die Flexibilität gegenüber den verschiedensten Kundenbedürfnissen, eine zwingende Kosteneffizienz sowie eine präzise Lieferfähigkeit sind entscheidende Erfolgsfaktoren im internationalen Wettbewerb. Diese Zusammenhänge trugen in den zurückliegenden Jahren dazu bei, dass das Supply Chain Management stetig an Bedeutung hinzugewonnen hat.

Damit verlagert sich der Brennpunkt wirtschaftlichen Handelns auf eine externe, unternehmensübergreifende Kooperation hinsichtlich der nötigen Zuliefer- und Versorgungsprozesse. Eine Optimierung der Koordination und Überwachung komplexer Netzwerke von internen und externen Lieferanten rückt somit in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Im Hinblick auf die essenzielle Bedarfsbefriedigung der Endkunden muss darum die ganzheitliche Wettbewerbsfähigkeit der Supply Chain verstärkt werden.

Lieferketten Management mit dem elektronischen Orderbuch

Das SAP-basierte Orderbuch macht es möglich, alle wesentlichen Bezugsquellen für die benötigten Rohstoffe, Halbfabrikate oder sonstige Warengruppierungen exakt zu kalkulieren. Dieses elektronische Auftragsbuch gestattet es, akkurat zu bestimmen, welche Materialien in welchem Turnus aus der zugeordneten Versorgungsquelle zu bestellen sind. Andererseits lassen sich einzelne Bezugsquellen beziehungsweise Grundstoffe innerhalb dieses Supply Chain Management Systems vorübergehend ausschließen.

Für die beständige Pflege des SAP-basierten Orderbuches gibt es einige komfortable Optionen. So können Bestellungen über einen Rahmenvertrag mit gewissen Zulieferern, einen Einkaufsinfosatz oder über einen Materialstammsatz effektiv verwaltet werden. Schließlich lässt sich über eine EDV-orientierte Bestandsanalyse auflisten, für welche Materialien oder Warengruppen keinerlei Einträge im Orderbuch vorliegen.

SCM als optimales Zusammenspiel mit externen Lieferanten

Wenn ein bestmögliches Supply Chain Management in einem Wirtschaftsbetrieb eingeführt wird – Welche exponierte Rolle spielen dabei die externen Zulieferer?

Oder mit anderen Worten sei schon die weiterführende Schlussfolgerung formuliert: Ein effizient strukturiertes Management innerhalb der Lieferanten und der Aufbau eines leistungsfähigen Netzwerks sind für ein erfolgreiches Unternehmen unverzichtbar.

Was bedeutet das konkret? Zunächst einmal dies: Viele Industriebetriebe und Dienstleister vernetzen mit steigender Tendenz ihr Management zur Rohstoffbeschaffung mit allen übrigen Versorgungsebenen, inklusive eines firmenübergreifenden Lieferantenstammes.

Ökonomische Auswirkungen aktueller Entwicklungstrends im Lieferantenmanagement

Moderne Entwicklungen wie die Digitalisierung und überhaupt die vierte industrielle Revolution bewirken, dass ebenfalls der Einkauf einen holistischen Wandel durchlebt.

Auf diese Weise kommt es zu einer tiefgreifenden Umwälzung des Beschaffungsportfolios. Dies beinhaltet nicht zuletzt, dass mehr digitale Produkte wie beispielsweise leistungsstarke Softwarelösungen durch den betrieblichen Einkauf beschafft werden müssen.

Diese Entwicklungslinie zeigt etliche Vorteile: Aufgrund der unmittelbaren Schnittstelle zum äußeren Zuliefererstamm können die heutigen Beschaffungsprozesse zugleich bisher ungekannte Innovationen ins moderne Wirtschaftsunternehmen hineinbringen. So gelangt der Einkauf hierdurch zu einer strategischen Relevanz innerhalb der gesamten Ökonomie des Betriebes.

Durch diese Möglichkeiten verhilft die Beschaffungslogistik dem Unternehmen ergo zum Vorteil im Wirtschaftswettbewerb und fördert maßgeblich die Entwicklung funktionaler Geschäftsmodelle.

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Warehouse Management

In der betriebswirtschaftlichen Praxis werden die zwei Begriffe Lagerverwaltungs-System (LVS) und Warehouse-Management-System (WMS) inhaltlich als Synonyme verstanden.

Die Funktion des LVS erstreckt sich über die Verwaltung von Lagerprozessen hinaus auf die Optimierung und Kontrolle des gesamten Lagerwesens. Dazu gehören gleichfalls die aufgeschlüsselten Verteilungs-Systeme (Distributionssysteme) im Zusammenhang mit der Generierung effektiver Einlagerungs- und Auslagerungsstrategien.

Mittels eines Warehouse-Management-Systems werden somit alle Vorgänge und Aktionen innerhalb des betrieblichen Lagers abgebildet und angemessen zueinander in Beziehung gesetzt. Die hierzu notwendigen komplexen Leistungen erbringen in der Regel speziell entwickelte Software-Systeme, beispielsweise SAP WM.

SAP-basierte Einlagerungsstrategien

Um Einträge in der SAP-Datenbank zu minimieren, wird durch eine Zugriffsstrategietabelle ein perfektes Vorgehen für die Findung des Lagertyps festgelegt. Das spezifische SAP-System bietet hierzu zahlreiche komfortable Features an.

Ist der Lagertyp nach speziellen Optimierungskriterien bestimmt worden, sucht das EDV-System daraufhin nach einem passenden Lagerplatz. Zu diesem Zweck verwendet das SAP-Programm eine ausgewählte Suchstrategie, die jeweils vom Lagertyp abhängig ist. So wird durch dieses zweiphasige Modell eine optimierte Einlagerungsstrategie für Rohstoffe und Zwischenprodukte definiert.

SAP-basierte Auslagerungsstrategien

Die SAP-gesteuerten Auslagerungsprozesse umfassen die Kommissionierung eingelagerter Warenbestände als automatisierte Prüfung von Bestellvorgängen. Daraufhin erfolgt anschließend die Zurverfügungstellung der selektierten Bestände am sogenannten “Post-Lagerplatz”. Unter Zuhilfenahme des Extended Warehouse Managements (EWM) werden hierbei für alle logistischen Bewegungen im Lager “Auslagerungs-Tasks” erstellt. Das automatische Steuerungs- und Verwaltungssystem EWM gruppiert diese letztendlich effizient zu zielgerichteten Lageraufträgen.

Um den Suchauftrag nach dem korrekt auszulagernden Produkt zu beschleunigen, werden durch das SAP-System verschiedene, optimierte Auslagerungsstrategien bereitgestellt. Das EWM sucht auf Basis der gewählten Auslagerungsstrategie den hierzu relevanten Lagertyp sowie den zugeordneten Lagerplatz aus. Dieses EWM lässt sich dabei so einstellen, dass eine regelmäßige, automatisierte “Wellenzuordnung” der im Lager ausgewiesenen Erzeugnisse durchgeführt wird. Hierdurch sind zugleich alle regulären Auslieferungen an die Endkunden wirtschaftlich produktiv gestaltet.

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Zukunft im Supply Chain Management

Eine verlässliche, flexible Zulieferung hochwertiger Produkte an die Auftrags- und Endkunden ist das A und O des Supply Chain Managements. Diesem hohen Ziel dienen die SAP-gestützen Verfahren zur effizienten Lagerwirtschaft. Wichtig ist noch das optimale Management der integrierten Lieferketten in sämtlichen Bereichen des Industrieunternehmens – bis hin zu einer zuverlässigen Endkunden-Logistik.

Auf diese bewährte Art gelingt immer mehr eine enge Lieferanten- und Endkundenbindung. Der Realisierung dieser bedeutungsvollen Werte dienen ebenso moderne Methoden des “Customizing”. Besonders gefragt sind hier die kreativen logistischen Lösungen eines leistungsstarken, konsequent an den Endkunden orientierten Supply Chain Managements.

Tim Lutz

Tim Lutz

Mein Name ist Tim Lutz und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

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