Tim Lutz
30. Mai 2023

Lagerarten

In der Logistik gibt viele unterschiedliche Lagerarten, die alle meist eine bestimmte Verwendung haben. Sie unterscheiden sich oftmals durch Funktionalität, Standorten, Bauarten, Techniken etc. Um eine Übersicht zu bekommen, wird in dem folgenden Text auf sechs verschiedene Lagerarten eingegangen, welche einen erheblichen Bestandteil an der Wertschöpfungskette haben.

Die Unterscheidung der Lagerarten orientiert sich meist am Workflow des Produktionsprozesses und dem logistischen Netzwerk hinter einer Bestellung. Hauptziel ist es, die Lagerbestände und Lagerzeiten zu überblicken und dadurch jegliche Verschwendung auch im Hinblick auf die Güterverteilung zu reduzieren. Eine klare Trennung der einzelnen Lagerarten ist nicht möglich, aber auch nicht notwendig. Viele Lager können mit unterschiedlichen Aspekten glänzen und sich ergänzen.

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Zwischen- oder Pufferlager

Bei einem Zwischen- oder Pufferlager handelt es sich um ein Lager, welches dafür sorgen kann, dass stets Sicherheitsbestände vorrätig sind. Bei einem Unternehmen kann dadurch bei einer Störung oder Verzögerung einer Stufe in der Produktion weiterhin dazu beigetragen werden, dass durch fehlende Produkte nicht gravierende Auswirkungen auf nachfolgende Stufen folgen. Der Name für dieser Lagerart ergibt sich aus diesem als Puffer gelagerten Bestand der Waren bzw. Produkte.

Gründe für Pufferlager

Die temporäre Zwischenlagerung von Gütern, bei der die Waren sichergestellt werden, bis sie für den nächsten Prozessschritt – wie beispielsweise die Weiterverarbeitung oder die Auslieferung – benötigt werden, kann mit einem Zwischenlager abgedeckt werden. Da eine Zwischenlagerung zum Teil viel Geld kostet, versuchen Unternehmen, den Bedarf an Zwischenlagern zu minimieren. Bestenfalls können sie vorgefertigte Produkte sofort weiterverarbeiten.

Sinnvoll ist es dabei, sich einen Vorrat – den Puffer – anzulegen. Treten in den vorhergehenden Fertigungsschritten Schwierigkeiten auf, kann die Weiterproduktion zum Erliegen kommen. Da während der Einlagerungszeit keinerlei Bearbeitung der Güter erfolgt, sollen mithilfe eines Zwischenlagers die Zeiträume ausgeglichen werden, welche für diverse Prozesse des Unternehmens benötigt werden. Um die Ziele einer möglichst schnellen Lieferung zu erfüllen, ist es wichtig, dass genug Platzvorräte da sind, um den nächsten Prozessschritt nicht zu verlangsamen.

Bei dieser Lagerart ist eines der wichtigsten Merkmale der hohe Warenumschlag. Unternehmen, bei denen eine große Vielfalt von Produkten auftritt, können davon profitieren.

Welcher Standort eignet sich?

Ein bestimmter Standort kann nicht beschrieben werden. Ein Zwischenlager kann an beliebigen Standorten eingerichtet werden.

Zusammenfassung

Zwischenlager für unfertige Erzeugnisse werden verwendet, um unterschiedliche Produktionsstufen bei mehrstufiger Fertigung auszugleichen. Zwischenlager im Güterverkehr im Vergleich dazu haben ihren Nutzen in der Lagerung für das Gut zwischen den jeweiligen Transportakten. Zwischenlager sind dann von Vorteil, wenn Fertigungskapazitäten der Fertigungsstufen unvollständig aufeinander abgestimmt sind.

Distributionslager

Distributionslager befinden sich oft in der Nähe von potenziellen Käufern, wo Produkte gelagert werden, um eine hohe Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Eine typische Nutzung eines Distributionslagers ist die Direktbelieferung, die in großen Distributionsgebieten sowohl für gewerbliche als auch für private Kunden stattfindet. Aus diesem Grund werden sie auch häufig Auslieferungs- oder Verteilungslager genannt.

Distributionslager kommen infrage, wenn Hersteller ihre gewerblichen und privaten Kunden direkt beliefern und diese Produkte großflächig vertrieben werden. Wenn beispielsweise ein Unternehmen aus Stuttgart schnell Waren an Kunden in Norddeutschland liefern möchte, richtet es dort vielleicht ein Distributionslager ein. Dies tritt auf, wenn normale Paketdienste und der normale Weg von der Produktionsstätte über die Spedition nicht geeignet sind. So soll garantiert werden, dass sich die Produkte so nah wie möglich an dem letztendlichen Lieferort befinden.

In den meisten Fällen werden in den Distributionslagern die Produkte gelagert, welche sich in der entsprechenden Region als besonders absatzstark durchgesetzt haben. Die Lager haben somit einen hohen Umschlag bei einer geringen Anzahl von unterschiedlichen Produktarten.

Gründe für Distributionslager

Für Einzelhändler mit eigenem Filialnetz liegt der Grund auf der Hand. Supermärkte und andere deutschlandweit tätige Unternehmen müssen ihre zahlreichen Filialen täglich zuverlässig beliefern, was von einem zentralen Standort aus nicht zu leisten ist.

Weitere Gründe lauten:

  • Kunden benötigen die bestellte Ware noch am selben Tag.
  • Wenn Fabriken sperrige Güter produzieren, kann sich der Transport bei Speditionen durchaus in die Länge ziehen, sodass auf kleinere und flexible Paketdienste zurückgegriffen wird. Wenn verschiedene Orte durch eigene Distributionslager und Fahrzeuge abgedeckt werden, kann einfach Abhilfe geschaffen werden.
  • Am Produktionsstandort zeigt sich, dass Lagerkapazitäten nicht mehr ausreichen oder zu teuer wären.

Aus all diesen Gründen ist es oftmals sinnvoll, die Waren in direkter Umgebung der Kunden zu lagern. Mit den Distributionslagern kann somit gewährleistet werden, den benötigten Warenbestand in einer bestimmten Region abzudecken.

Welcher Standort eignet sich?

Bei der Standortwahl für ein Distributionslager gilt, das Lager optimal im Verteilungsgebiet zu platzieren, wo auch eine ideale Verkehrsanbindung garantiert ist. Durch die häufige An- und Weiterlieferung wird durch Unternehmen meist ein Standort direkt an einer Autobahn und/oder auf einer Gewerbefläche außerhalb von Städten gewählt. Das hat den Grund, dass dadurch der stockende Stadtverkehr mit engen Straßen gemieden werden kann und die Preise für Grundstücke oder Mieten außerhalb deutlich niedriger sind.

Zusammenfassung

Die Hauptfunktion dieser Lagerart ist es, die Auslieferungszeiten auf ein Minimum zu reduzieren, dabei potenzielle Lieferausfälle zu vermeiden und einen hohen Lieferservice bieten zu können.

Es handelt sich somit im ein Vertriebslager, welches eine schnelle und kostengünstige Lieferung sicherstellt, meist fernab des eigentlichen Unternehmensstandortes in unmittelbarer Autobahnnähe.

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Umschlagslager

Der Zeitfaktor ist der Unterschied zu anderen Lagern, wenn über Umschlagslager gesprochen wird, denn die angelieferten Waren werden nur temporär eingelagert und nach kurzer Zeit weitertransportiert. Sie dienen somit als kurzfristiges Zwischenlager, wenn die Transportmittel für die Weiterbeförderung zum Zielort gewechselt werden müssen. Es ist dabei zwischen den firmeneigenen Umschlagslagern sowie den Lagern von externen Dienstleistern zu unterscheiden. Eine effiziente Kommissionierung der Waren muss gewährleistet werden können, wodurch die Verweildauer des Transportguts meist kurz ist.

Gründe für Umschlagslager

Für ein effizientes Wechseln des Transportmittels für die Ware ist das Umschlagslager am besten geeignet, da sich mit dem Umschlagslager zeitliche Abstände zwischen den beiden Transportfahrten überbrücken lassen.

Umschlagslager dienen allein der kurzfristigen Aufnahme von Gütern, beispielsweise um diese von einem Transportmittel auf ein anderes zu befördern. Das Ziel von Umschlagslagern ist es, die Umschlagszeiten so gering wie möglich zu halten und somit einen größtmöglichen Warenumschlag zu erzielen.

Für Unternehmen ist es oft wirtschaftlicher, ein Umschlagslager zu verwenden, welches zunächst alle Lieferungen entgegennimmt, bevor einzelne Filialen beliefert werden. In den Lagern können die benötigten Mengen der unterschiedlichen Waren für jede einzelne Filiale individuell zusammengestellt und daraufhin dem jeweiligen Fahrer übergeben. Dabei können verschiedenste Waren im Lager eingehen, wobei im Handling unterschiedliche Umschlagsgeräte wie Gabelstapler, Kräne oder Roboter verwendet werden können.

Generell bedeutet ein Umschlag weniger Lieferverkehr für den Abnehmer, jedoch für Unternehmen in jedem Fall einen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand.

Welcher Standort eignet sich?

Bei der Standortwahl um die Platzierung eines Umschlagslagers wird sich meist an den Transportmitteln orientiert, da diese einen großen Einfluss haben.

Bei dem Haupttransportmittel LKW bevorzugen Unternehmen für den Weitertransport einen autobahnnahen Ort. Hier sind Flächen in ländlichen Gegenden, wo die Grundstücks- oder Mietkosten niedriger als in Großstädten sind, am attraktivsten. Sollte das Haupttransportmittel dagegen ein Schiff sein, wäre es sinnvoll, das Lager in der Nähe des Hafens zu errichten. Bei Zügen dementsprechend ein Standort in der Nähe eines Güterbahnhofes.

Zusammenfassung

Bei dem Umschlagslager handelt sich um ein Lager, in dem die Waren nur kurzfristig gelagert bzw. verwahrt werden, um dann später an einen Zielort weitertransportiert zu werden. Der Standort ist dabei an den Transportmitteln orientiert.

Als wichtigstes Merkmal eines Umschlagslagers im Vergleich zu anderen Lagerarten ist zu nennen, dass Waren in dem Fall nicht längerfristig eingelagert werden, sondern dass es einen kontinuierlichen Warenfluss gibt.

Mit diesem Hintergrund reihen sich meist mehrere Umschlagslager aneinander, welche manuell, automatisch oder auch maschinell betrieben sein können.

Beschaffungslager

Bei einem Beschaffungslager werden die für die Produktion benötigten Rohstoffe, einzelnen Bestandteile oder auch Hilfsmittel eingelagert, die für Unternehmen unverzichtbar sind.

Gründe für Beschaffungslager

Wenn Unternehmen für die Produktion notwendige Produkte auf Vorrat kaufen, um sie für einen besonders attraktiven Preis zu erwerben, können diese Waren in einem Beschaffungslager gelagert werden. Genauso auch in Krisenzeiten, um Problemen bei der Herstellung aus dem Weg zu gehen.

Unternehmen greifen immer mehr auf eine Just-in-time-Produktionsstätte zurück, denn dabei fallen die Lagerbedarfe deutlich kleiner aus und es muss ganz nicht so viel Geld für eine Lagermöglichkeit ausgegeben werden.

Welcher Standort eignet sich?

Als Standort eignet sich für das Beschaffungslager am besten der Standort der Produktion, da die Lager zum Teil sogar über eine Art Fördersystem mit der Produktion verbunden sind. Der große Vorteil besteht darin, dass mit wenig Aufwand die Waren in kurzer Zeit an die jeweiligen Maschinen und Arbeitsplätze transportiert werden können. Als alternative Möglichkeit bietet es sich für größere Unternehmen an, an einem externen Standort ein weiteres Beschaffungslager aufzubauen. Hierbei ist es jedoch unumgänglich, dafür zu sorgen, dass zwischen Produktions- und Lagerstandort eine Logistik aufgebaut wird, sodass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.

Zusammenfassung

Wenn Waren und Güter von Unternehmen erworben werden, müssen diese meist vor der Verarbeitung zum Endprodukt zwischengelagert werden. Dafür eignen sich die Beschaffungslager besonders gut, denn sie bieten genug Platz, um Güter zu lagern, damit die Produktion nicht ins Stocken gerät.

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Kommissionslager

Das Kommissionier- bzw. Kommissionslager hat seinen Namen vom lateinischen „committere“ abgeleitet, das so viel bedeutet wie „beauftragen“. Es ist ein Lager, das von sogenannten Kommissionären verwendet wird. Bei Kommissionären handelt es sich um Zwischenhändler von Waren. Die zwischengelagerten Waren werden mit einer kleinen Provision weiterverkauft und nicht zum Eigentum gezählt.

Die Ware des Kommissionsgeber wird lediglich im Kommissionslager aufbewahrt, über den Kommissionär wird eine Art Zwischenhandel betrieben und die Warenbestände letztendlich vertrieben.

Gründe für Kommissionslager

Mithilfe eines solchen Lagers soll die Auftragszusammenstellung so effizient wie möglich gestaltet werden. Dabei wird die Ware so eingelagert, dass sie zu jedem möglichen Zeitpunkt von den Kommissionierern erreicht werden kann.

Diese Lagerart ermöglicht, eine große räumliche Umgebung abzudecken und gleichzeitig können Kosten für Lager reduziert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Auftraggeber den Verkaufsprozess beeinflussen kann, da der Kommissionär in seinem Auftrag handelt.

Die Effizienz eines Kommissionslagers wird somit dadurch definiert, dass es sowohl die Zeit als auch den Raum optimal nutzt und dabei die Kosten so gering wie möglich hält.

Welcher Standort eignet sich?

Ein Kommissionslager entsteht immer dann, wenn ein Auftraggeber (Kommitent) einem Kommissionär seine Waren zur Verfügung stellt und diesen mit dem Verkauf beauftragt.

Das Kommissionslager ist ein Warenlager, welches von einem Kommissionär bezahlt wird. Bei dem Kommissionär handelt es sich um einen Kaufmann, der die Waren für das Kommissionslager nicht selbst kauft, denn diese werden von Unternehmen bereitgestellt. Gegen eine zuvor gemeinsam vereinbarte Provision werden die Waren verkauft und im Kommissionslager die Warenvorräte aufbewahrt. Der Kommissionär ist also nicht Käufer oder Eigentümer der Ware, sondern arbeitet als Lagerhalter und Zwischenhändler der Waren. Das Lager wird zum Zwecke von Kommissionsverkäufen betrieben.

Daher lässt sich keine genaue Angabe über den perfekten Standort machen.

Zusammenfassung

Ein Kommissionslager ist ein Warenlager, das von einem Kommissionär unterhalten wird. Gegen eine vorab vereinbarte Kommission werden aus dem Bestand von Warenvorräten verkauft. Der Kommissionär ist weder Käufer, noch Eigentümer des eingelagerten Warenbestandes, sondern dient lediglich als Lagerhalter.

Vorratslager

Die Vorratslager dienen in der Regel zum Überbrücken eines möglichen Mangels, der Sicherung der Versorgung oder um Bedarfsschwankungen, oftmals saisonal bedingt, auszugleichen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Pufferlagern. Bei den Vorratslagern wird der Fokus besonders auf Prozess des Lagerns gelegt und nicht auf das Bewegen der Waren. Das Ein- und Auslagern erfolgt dabei meist nicht zu festen Zeiten. Sie dienen vielmehr zur Überbrückung einer längeren Zeitperiode, bis eine neue Lieferung ansteht.

Gründe für Vorratslager

Ein typisches Merkmal von Vorratslagern ist, dass die Einlagerungen und Auslagerungen unregelmäßig sein können. So können sie auch bei der Versorgung nützlich sein, wenn zum Beispiel eine Sicherstellung von ausreichend Erdöl gewährleistet sein muss. Ebenso werden sie hinzugezogen, wenn eine Saison vorbei ist und entsprechende Waren nicht mehr direkt im Markt vorrätig sein müssen. Es ist somit eine gute Option, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Welcher Standort eignet sich?

Ein bestimmter Standort kann nicht beschrieben werden. Ein Vorratslager kann an beliebigen Standorten eingerichtet werden.

Zusammenfassung

Zu den hauptsächlichen Merkmalen eines Vorratslagers gehört somit, dass vergleichsweise wenig Produktarten mit einem geringen Warenumschlag eingelagert werden, dafür allerdings oftmals mit einer sehr hohen Menge.

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Gegenüberstellung der verschiedenen Lagerarten

In dieser Gegenüberstellung der verschiedenen bereits im Detail erläuterten Lagerarten, kann nicht verallgemeinert werden, welcher Typ sich für welche Art der Lagerung am besten eignet. Viele unterschiedliche Faktoren haben ihren Einfluss auf diese Festlegung. Oft kommt es auf den reinen Warenumschlag an. Dann steht die Möglichkeit der Einlagerung einer hohen Produktvielfalt im Vordergrund.

Gewisse Merkmale lassen sich jedoch für jede Art festlegen, dieses ist in der folgenden Gegenüberstellung aufgelistet.

Lagerart  Funktion  Merkmal  Vorteile   Nachteile 
Zwischenlager bzw. Pufferlager  Lagerung von Gütern für eine begrenzte Zeitspanne  Großer Umschlag von Waren bei vielen unterschiedlichen Produkten  Sicherstellung von genug Material für die Fertigungs-ketten  Teure Einlagerung für im Vergleich günstige Materialien 
 
Distributionslager  Lagerung an lokalen mit Sicherstellung einer kurzfristigen Zustellmöglichkeit 

 

Großer Umschlag von Waren bei wenigen unterschiedlichen Produkten;  

Standort in Gebieten an der Autobahn 

schnelle Lieferungen  fernab des Hauptstandorts 
 
Umschlagslager  Zwischenlagerung um einen Wechsel des Transportmittels der Waren zu ermöglichen  Extrem großer Umschlag von Waren bei einem kontinuierlichen Warenfluss  Gebündelte Lieferungen für z.B. Supermärkte  Finanzieller Mehr-aufwand 
 
Beschaffungslager  Lagerung von Produktionsbestandteilen für eine reibungslosen Ablauf um Güterengpässen zu entgehen  Gute Bereitstellung von Waren bei vielen unterschiedlichen Produkten  Unterbrechungsfreie Herstellung   Nimmt Platz weg und kostet  
 
Kommissionierlager  Lagerung zur Effizienzsteigerung für Prozesse bei der Kommissionierung  Alle Produktarten müssen direkt abgreifbar sein 

 

Effiziente Auftragszusammenstellung  Provision muss gezahlt werden 
 
Vorratslager  Lagerung um bei Bedarfsschwankungen einen Ausgleich zu haben  Geringer Umschlag von Waren bei wenigen unterschiedlichen Produkten  Versorgungssicherheit garantieren, hohe Quantität  Geringer Warenumschlag 

Fazit

Festzuhalten ist, dass es das eine perfekte Lager und die dazu passende Lagerausstattung nicht gibt. Bei der Gestaltung eines Lagers spielen sehr viele Bedingungen aufeinander ein, welche oft zu einem Konflikt untereinander führen.

Sind die Bedingungen jedoch klar formuliert, lassen sich durch die verschiedenen Lagerarten Lösungen erzeugen, die dafür sorgen, dass dem Endabnehmer die Ware in dem Zustand und zu der Zeit zugestellt wird, wie er es sich vorstellt.

Die unterschiedlichen Lagersysteme tragen insgesamt mit ihren Vorteilen zu einer sicheren und stabilen Versorgung einer riesigen Bandbreite an Produkten bei.

FAQ

Was sind die unterschiedlichen Lagerarten?

Es gibt verschiedene Lagerarten, die sich in ihrer Funktionalität, Standorten, Bauarten und Techniken unterscheiden. Sechs wichtige Lagerarten sind Zwischen- oder Pufferlager, Distributionslager, Umschlagslager, Beschaffungslager, Kommissionslager oder Vorratslager.

Was ist ein Zwischen- oder Pufferlager?

Ein Zwischen- oder Pufferlager dient der Sicherstellung von Sicherheitsbeständen. Es ermöglicht Unternehmen, bei Störungen oder Verzögerungen in der Produktion weiterhin ausreichend Material bereitzustellen, um Auswirkungen auf nachfolgende Prozessschritte zu vermeiden.

Warum werden Pufferlager genutzt?

Pufferlager werden genutzt, um temporär Güter zwischenzulagern und Engpässe in der Produktion zu überbrücken. Sie dienen auch dazu, eine ausreichende Menge vorgefertigter Produkte sofort weiterverarbeiten zu können.

Was ist die Lagerstrategie?

Die Lagerstrategie eines Unternehmens legt die Regeln fest, nach denen Güter ein- und ausgelagert werden. Sie hat einen direkten Einfluss auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Lagerhaltung sowie auf nachgelagerte Logistikprozesse.

Haben Sie weitere Fragen zu den verschiedenen Lagerarten? Dann nehmen Sie zu uns gerne Kontakt auf.

Tim Lutz

Tim Lutz

Mein Name ist Tim Lutz und ich bin der Bereichsleiter IT für Produktion und Logistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

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