Tim Lutz
 - 1. Februar 2021

10 Vorteile eines unternehmens­internen B2B-Webshops

10 Vorteile eines unternehmensinternen B2B-Webshops

Würden Sie gerne auf Online-Shops wie Amazon verzichten und stattdessen wieder auf Bestellungen per Katalog und Fax umsteigen? Nein? Ihren Geschäftskunden geht das ähnlich. Trotzdem suchen Kunden im B2B-Bereich bislang meist vergeblich nach Online-Kanälen. B2B-Unternehmen vergeuden ihr Potenzial, wenn sie sich vor den Möglichkeiten des digitalen Fortschritts verschließen und riskieren, wichtige Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. Warum auch Sie einen B2B-Webshop in Erwägung ziehen sollten und welche Vorteile sich daraus konkret ergeben, erfahren Sie hier.

Kein B2B-Webshop ist auch keine Lösung

Taschenrechner, Faxgeräte und Preislisten auf Papier – in vielen B2B-Unternehmen gehören sie noch immer zum Tagesgeschäft – Von Digitalisierung kaum eine Spur. „So haben wir das immer gemacht.“ „Bisher hat es so doch auch gut funktioniert.“, argumentieren die Verantwortlichen gerne. Aber Vertrautheit kann nun mal keine Entschuldigung dafür sein, an veralteten und ineffizienten Prozessen festzuhalten. Besonders dann nicht, wenn die Konkurrenz, die das bereits verstanden hat, rechts und links an einem vorbeizieht.

Die Zukunft ist digital und Amazon hat die Maßstäbe für komfortables Einkaufen sehr hoch gesetzt. Es ist also an der Zeit für Ihren eigenen B2B-Webshop. Die folgenden 10 Vorteile zeigen Ihnen, warum.

1. Einspar-Potenziale durch optimierte Prozesse

Der analoge Bestellprozess bspw. per Fax läuft in 5 Schritten ab

  1. Der Kunde füllt per Hand ein Bestellformular aus und faxt es dem Unternehmen zu
  2. Ein Vertriebsmitarbeiter muss das Formular ebenfalls per Hand in das unternehmenseigene System übertragen. Das Fehlerpotenzial ist hier sehr hoch.
  3. Der Vertriebsmitarbeiter rechnet den Preis für die Bestellung aus.
  4. Er löst die Bestellung im System aus.
  5. Er faxt dem Kunden eine Bestellbestätigung zu.

Diese 5 Schritte schrumpfen zu einem zusammen, wenn sie digital ablaufen: Mit einem Klick auf „jetzt bestellen“ schließt der Kunde seine Bestellung ab. Diese wird direkt in das Warenwirtschaftssystem des Unternehmens übertragen. Nach einer automatischen Prüfung des Kunden berechnet das Warenwirtschaftssystem den individuellen Preis und löst die Bestellung aus. Das alles passiert innerhalb von Sekunden, ohne dass ein einziger Vertriebsmitarbeiter Hand anlegen musste.

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2. Detailliertere Produktinformationen

Ein Online-Shop bietet viel Platz für die individuelle Präsentation eines Produkts. Sie ist nicht begrenzt auf beispielsweise eine Katalogseite. Wo sich Kunden früher alle wichtigen Informationen zu ihrem Produkt mühsam zusammensuchen mussten, finden sie im Online-Shop alles Wichtige auf einen Blick: Abmessungen, Material, Stückzahl, Modell, Funktionsweise. Detailreiche Fotos des Produkts oder sogar 360°-Ansichten geben dem Kunden eine möglichst genaue Vorstellung des Produkts.

Zusätzlich lassen sich alle möglichen weiterführenden Informationen mit dem Produkt verknüpfen. Von Aufbau- bzw. Betriebsanleitung über Produktvergleiche bis hin zu Praxis-Videos gibt es fast nichts, was es nicht gibt.

3. Effizienterer Kundenservice

Vorteil Nummer 3 knüpft direkt an den vorherigen an: Der Kunde hat seltener einen Anlass, um den Kundenservice zu kontaktieren, weil er die notwendigen Informationen sowie seinen Auftragsstatus online abrufen kann. Dadurch spart sich der Kunde Zeit und Nerven und das verkaufende B2B-Unternehmen Kosten für Kundenbetreuer.

4. Internationaler Online-Handel

B2B-Webshop: Internationaler Online-Handel

Die meisten B2B-Unternehmen haben Kunden aus verschiedenen Ländern. Sie alle greifen auf eine Version des gleichen Online-Shops zu. Je nach Länder-Version variieren lediglich Sprache, Währung, Maßeinheiten, Versandinformationen, rechtliche Hinweise usw.

So ist es nicht nötig, für jedes Land einen eigenen Shop aufzusetzen. Unternehmen sparen auch hier Kosten und Zeit.

5. Umfassende Datenanalyse

Eine der größten Stärken des E-Commerce ist die Möglichkeit zur detaillierten Datenanalyse. Kunden-, Kauf-, Traffic-, Retouren-, oder Service-Daten geben Aufschluss über eine breite Palette an Fragen, die sich Unternehmern stellen: Welches meiner Produkte läuft besonders gut und welches ist bloß virtueller Staubfänger? Wie wirken sich Rabatt- oder Marketing-Aktionen auf den Abverkauf auf? Und wie entwickelt sich das Bestellverhalten einzelner Stammkunden im Laufe der Zeit?

Eine umfassende Datenanalyse beantwortet diese Fragen bequem per Mausklick.

6. Unterstützung für den Außendienst

Bei all der Digitalisierung sollte eins nicht auf der Strecke bleiben: Persönlicher Kundenkontakt. Um Sorgen oder Probleme vorzutragen, um Rabatte und Großbestellungen zu vereinbaren, brauchen Kunden Ansprechpartner – am besten einen aus Fleisch und Blut. Der Außendienst ist und bleibt daher eine wichtige Instanz für B2B-Unternehmen, die der E-Commerce nicht ersetzt, sondern unterstützt. Anstatt kiloschwere Kataloge durch die Gegend zu schleppen, reicht dem Außendienstmitarbeiter sein Tablet. Dieses enthält das gesamte Sortiment mit allen wichtigen Details und zusätzlichem Veranschaulichungs-Content.

7. Geordnete Daten

Wie in so vielen Lebensbereichen ist auch im E-Commerce eine ordentliche Arbeitsoberfläche der Schlüssel zur Effizienz. In diesem Fall bedeutet das: geordnete Daten. Im Online-Shop wird Bildmaterial vereinheitlicht und die Anzeige technischer Details wird standardisiert, damit das Sortiment übersichtlich und einheitlich daherkommt.

8. Schlankere Prozesse

Durch die Überführung des Vertriebs in den Online-Kanal werden Prozesse digitalisiert, die vorher umständlich analog abgelaufen sind. Dazu gehört beispielsweise auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Anstatt einen erfahrenen Mitarbeiter stundenlang in Anspruch zu nehmen, erleichtern digitale Prozesse und Dokumentationsschritte dem neuen Mitarbeiter seinen ersten Arbeitstag. Das spart seinen Kollegen Zeit und Energie.

9. Vereinfachter Handel mit Großkunden

Haben B2B-Unternehmen ihr Sortiment erst einmal in einen Online-Shop integriert, können Großkunden dieses nahtlos in ihr eigenes Beschaffungs-System einbinden und Bestellungen bequem per E-Procurement tätigen. Ein unternehmensinterner B2B-Webshop erleichtert auf diese Weise den Handel mit Großkunden auf beiden Seiten.

Zudem ist es möglich, das eigene Sortiment an B2B-Online-Marktplätze anzubinden, die das Angebot mehrerer B2B-Anbieter bündeln.

10. Optimiertes Marketing

Nicht zuletzt die Marketing-Abteilung profitiert von der Umstellung auf einen Online-Shop: mithilfe entsprechender Analyse-Tools werten Mitarbeiter der Marketing-Abteilung Besucher- und Bestelldaten in Echtzeit aus, die z. B. Rückschlüsse darauf zulassen, welche Produkte besonders häufig aufgerufen werden oder welche Art von Anschauungs-Content den Kunden am meisten zusagt. Aus diesen Informationen können die Mitarbeiter bessere Inhalte erstellen und den Online-Shop optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abstimmen.

Bevor Sie loslegen – darauf sollten Sie beim B2B-Webshop achten

Sie haben nun genügend gute Gründe kennengelernt, die für einen eigenen B2B-Webshop sprechen. Bevor Sie sich jetzt in die Planung stürzen, möchte ich Ihnen noch zwei Hinweise mit auf den Weg geben:

Zum einen sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass sich der Online-Shop mit all seinen Features und Facetten nicht von heute auf morgen einrichten lässt. Für die meisten Unternehmen ist er vielmehr ein „Work in Progress“ und das ist auch in Ordnung so. Errichten Sie Ihren Online-Shop Schritt für Schritt und implementieren Sie nach und nach Features, die Ihnen und Ihren Kunden fehlen. So „wächst“ der Webshop zu einem optimal auf Ihr Unternehmen abgestimmten Feature.

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Zum anderen sollten Sie sich von vornerein klar werden, wo Ihre Reise mit dem Online-Shop hingehen soll und sich entsprechend Gedanken zu dessen Skalierbarkeit machen: Möchten Sie in den nächsten Jahren in internationale Märkte expandieren? Achten Sie darauf, dass Ihr Shopsystem auch mehrsprachige Shops abdecken kann. Möchten Sie Ihre Beratung langfristig online abwickeln? Dann sollte Ihr Shopsystem auch in der Lage sein, entsprechende Features zu integrieren.

Fazit

Online-Shops sind aus dem B2C-Bereich längst nicht mehr wegzudenken. Aber auch im B2B-Bereich gewinnen sie immer mehr an Bedeutung. Warum sollte der Einkauf hier nicht ebenso komfortabel und effizient ablaufen – und das für beide Seiten?

Durch einen eigenen B2B-Webshop können Sie erhebliche Einsparungspotenziale realisieren, Ihren Kundenservice und andere Prozesse effizienter gestalten, Ihren Außendienst unterstützen und Ihr Marketing optimieren. Umfassende Datenanalyse und zentrale, übersichtliche Systeme machen’s möglich.

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Shopsystems darauf, dass dieses Ihre zukünftigen Ziele realisieren kann.

Haben Sie Fragen zum Thema B2B-Webshop oder benötigen Sie Unterstützung bei Ihrer Umsetzung? Wir helfen Ihnen in jedem Fall gerne weiter. Melden Sie sich einfach!

Tim Lutz

Tim Lutz

Mein Name ist Tim Lutz und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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