Jan-Christian Kaspareit
31. Januar 2022

Bonuszahlungen: So reduzieren Sie Reklamationen

Bonuszahlungen So reduzieren Sie Reklamationen

Wenn Lieferanten wiederholt Beschwerden von ihren Handelspartnern zu Bonuszahlungen erhalten, steht dahinter in den seltensten Fällen die böswillige Absicht des Bearbeiters. Den Reklamationen liegt eine strukturelle Ursache zugrunde. Oft erschweren es die Bonusprozesse bei den Lieferanten, die Übersicht zu behalten und korrekte Bonusabrechnungen zu erstellen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie das ändern können.

Bis zu 20 Prozent erhalten Handelspartner in einigen Branchen als Bonuszahlung von Lieferanten zurück. Treten bei den Zahlungen Fehler auf, kommt es zu Verzerrungen des Umsatzes in bis zu sechsstelliger Höhe. Deswegen ist es elementar, das Management von Bonuszahlungen möglichst fehlerfrei abzubilden.

Wie (zu) viele Unternehmen Bonusvereinbarungen dokumentieren

Werden bei Ihnen Bonusvereinbarungen separat von Abrechnungsvorgängen gespeichert? Vielleicht arbeiten Sie mit Excel-Tabellen, vielleicht nutzen Sie ihre eigene Entwicklung für die Verwaltung der Kontrakte. Und solche Lösungen sind verlockend: Man spart sich hohe Investitionskosten in eine neue Anwendung oder ein SAP-Modul. Auf lange Sicht kommen diese günstigen Workarounds Unternehmen aber teurer als jede Highend-Applikation.

Denn sie beinhalten viele Medienbrüche. Müssen Bearbeiter Beträge manuell in die Rechnung übertragen? Müssen sie Konditionen bei Vertragsänderungen in jeder Rechnung anpassen? Mit jeder Anwendung und jedem manuellen Schritt steigt das Risiko von Fehlern und Reklamationen.

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Schwächen älterer Anwendungen für Bonuszahlungsabwicklung

Unternehmen, die mit älteren SAP-Systemen arbeiten, können Bonuszahlungen zwar mithilfe von SAP SD/MM in einem zentralen Modul abbilden. Allerdings ist die Funktionalität hier sehr beschränkt.

SAP SD/MM arbeitet mit der klassischen Konditionstechnik: Bonusansprüche werden für jede einzelne Rechnung ermittelt und fortgeschrieben. Die final zu zahlenden Boni werden angegeben, aber eine Nachvollziehbarkeit fehlt. Die einzelnen zugrunde gelegten Umsätze können nicht angezeigt und nicht, zum Beispiel in Excel, exportiert werden. Fehler zu erkennen, ist daher schwierig und mit hohem Aufwand verbunden.

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Der beste Weg, Reklamationen zu reduzieren

Jede falsche Bonuszahlung belastet das Verhältnis zu Handelspartnern. Um Fehler zu vermeiden, sollten Unternehmen ein zentrales digitales System für das Management ihrer Konditionskontrakte nutzen. Im Idealfall verwenden sie ein System, das den gesamten Prozess von der Konditionsvereinbarung über die Rechnungsstellung bis zur Bonuszahlung und Archivierung verwaltet.

SAP hat mit SAP CCS ein solches Modul geschaffen. Der wesentliche Unterschied zu früheren SAP-Lösungen: Die Boni werden auf Kopfebene des Konditionsvertrags statt für jeden einzelnen Beleg definiert. Der kleine Unterschied sorgt dafür, dass bei zwischenzeitlichen Veränderungen der Modalität nicht jeder Beleg angefasst werden muss. Eine große Fehlerquelle ist eliminiert. Außerdem können weitere Variablen automatisch in der Berechnung berücksichtigt werden.

Vorteile von SAP CCS im Überblick

  • Zentrales System zum Management von Bonuszahlungen
  • Ideale Integration durch Customizing und Erweiterungen
  • Minimaler manueller Aufwand durch automatisierte Boni-Abrechnung
  • Konsistente intuitive Benutzerführung
  • Klare Nachvollziehbarkeit durch detaillierter Umsatzlisten
  • Mehr Flexibilität dank individueller Abrechnungsbasis
  • Umfassende Filterfunktionen zum Status von Konditionskontrakten

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SAP CCS: Wann lohnt sich der Umstieg?

Erfahrungsberichte von Kunden zeigen, dass sich der Arbeitsaufwand für die Bonusabrechnung mit SAP CCS um bis zu 30 Prozent reduzieren lässt. Reklamationen entfallen, Automatisierungen verhindern Fehler. Damit ist ein spürbarer monetärer Vorteil verbunden. Nicht zuletzt, weil falsche Zahlungen oftmals nicht nur zulasten der Handelspartner gehen, sondern auch zulasten des Lieferanten.

Für alle Unternehmen, die SAP einsetzen, lohnt es sich, einen Wechsel auf SAP CCS in Erwägung zu ziehen. Denn SAP hat das Modul als neue Standardlösung für die Konditionskontraktabwicklung eingeführt. Bereits jetzt sind die Funktionalitäten um ein Vielfaches besser als im SAP SD/MM. Gleichzeitig wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung gearbeitet, während diese für ältere Module eingestellt wurde. Unter S/4HANA läuft SAP CCS unter SAP CCM weiter.

Wenn Sie Fragen zur Implementierung von SAP CCS haben, zu besonderen Use Cases und zur Zukunftssicherheit der Lösung, schreiben Sie mich gerne an und lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch Ihre Fragen klären.

Jan-Christian Kaspareit

Jan-Christian Kaspareit

Mein Name ist Jan-Christian Kaspareit und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

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