Jan-Christian Kaspareit
12. Januar 2022

Darum sollten Sie Eigenentwicklungen in der nachträglichen Vergütung ablösen

Darum sollten Sie Eigenentwicklungen in der nachträglichen Vergütung ablösen

In der nachträglichen Vergütung sind Vereinbarungen – wie z. B. Bonusabrechnungen – sehr komplex und zahlreich. Damit geht viel manueller Aufwand in der Dokumentation und den Berechnungen der Zahlungen einher. Um diese Prozesse zu automatisieren, haben manche Unternehmen eigene IT-Lösungen entwickelt. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Probleme bei Eigenentwicklungen in der nachträglichen Vergütung auftreten und wie Sie diese (ab)lösen können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur nachträglichen Vergütung, bspw. Bonusabrechnungen, Provisionsprozesse oder Werbekostenzuschüsse. Sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Der Einfachheit halber fokussieren wir uns im Folgenden auf das Thema Bonusabrechnungen.

Nachteile von Eigenentwicklungen bei Bonusabrechnungen

Möglicherweise kennen Sie die Situation aus Ihrem Unternehmen: Die Bonusprozesse sind unübersichtlich, weil es schlichtweg zu viele sind und sie sehr komplex sind. Das bringt einen hohen Wartungsaufwand und viel manuellen Einsatz mit sich. Dadurch werden schnell Fehler bei den Bonuszahlungen gemacht, da manuell durchforstet werden muss, wie viel Bonus dem Kunden nun zusteht. Um diese Prozesse zu automatisieren, haben manche Unternehmen eigene Lösungen entwickelt und an ihre Unternehmensprozesse angepasst.

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Das klingt grundsätzlich erstmal nicht falsch und kann durchaus auch eine gute Alternative sein, allerdings hat das auch Tücken. Zunächst dauert die Entwicklung schon sehr lange und beansprucht wertvolle Arbeitszeit in der IT. Da die Lösung im Normalfall nicht von großen Unternehmen mit viel Budget entwickelt wurde, kann es sein, dass das System noch ein paar Fehler beinhaltet. Auch dort ist dann die Unterstützung der IT gefragt, die nachbessern muss. Der administrative Aufwand wird also teilweise nicht wie gewollt gesenkt, sondern lediglich in den IT-Bereich verschoben.

Das steht oft einem Systemwechsel im Weg

Dieser enorme Arbeitsaufwand macht es wiederum auch schwierig, die Eigenentwicklungen zu hinterfragen und durch ein neues System abzulösen. Oftmals wurde viel Energie und Knowhow in die Entwicklung und Wartung gesteckt, sodass die Beteiligten ungern ihr Werk begraben möchten. Hier gilt: Sie sollten über Ihren Schatten springen und die heutigen Möglichkeiten nutzen, um die positive Veränderung in Ihrem Unternehmen voranzutreiben.

Neue Möglichkeiten in der nachträglichen Vergütung nutzen

Dass es überhaupt dazu kam, Eigenentwicklungen zu kreieren, kann auch daran liegen, dass zum Zeitpunkt der Einführung keine bessere Lösung gefunden wurde, weil der Markt noch nicht so weit war. Allerdings gibt es heutzutage leistungsfähige und flexible Möglichkeiten und Systeme, mit denen Sie Ihre Bonusabrechnungen abbilden und durchführen können. Dadurch können Sie einerseits Fehler vermeiden und mehr Transparenz in Ihre Bonusabrechnungen bringen und andererseits den Supportaufwand für Ihre IT-Abteilung senken.

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SAP CCM zur nachträglichen Vergütung auch unter HANA

Die SAP bietet eine solche Lösung mit Ihrem Modul SAP CCM. Lange galt unter dem R/3 ERP der MM/SD-Bonus als das Tool für die Bonusabrechnung. Dies hatte allerdings noch nicht den Funktionsumfang wie das neue SAP CCM, das unter S/4HANA lauffähig ist. Auch unter dem R/3 ERP ist das Tool schon vorhanden, allerdings unter dem Namen CCS. Die Funktionen sind aber nahezu die gleichen.

Mit SAP CCM können Sie Ihre Bonusabrechnungen allumfassend abbilden. Alle Vereinbarungen werden zentral gespeichert und Sie haben über verschiedene Filterfunktionen jederzeit die Übersicht über Ihre Verträge. Dadurch verhindern Sie bspw. dass falsche Boni ausgezahlt werden und sparen sich damit sowohl eine Menge Geld als auch die Konfrontation mit dem Kunden, der sich im Zweifel beschwert.

Außerdem haben Sie – im Gegensatz zu den Eigenentwicklungen – eine Lösung, die technischen Support von SAP bekommt und stetig weiterentwickelt wird. Die Prozesse laufen also einerseits flüssiger und brauchen andererseits nur sehr wenig Support aus Ihrer IT-Abteilung.

Bonusabrechnungen – So gelingt der Umschwung

Wenn Sie Eigenentwicklungen in Ihrem Unternehmen nutzen, sollten Sie also darüber nachdenken, diese abzulösen. Dadurch entlasten Sie nicht nur die IT-Abteilung, sondern senken generell den administrativen Aufwand enorm. Die SAP bietet mit dem Modul CCM ein neues Tool, das Ihre Bonusabrechnungen zentral und transparent ablegt. Auch wenn Sie bereits viel Arbeit in Ihre Eigenentwicklungen gesteckt haben, sollten Sie sich von Ihren Schätzen trennen und die Nutzung von SAP CCM in Betracht ziehen.

Brauchen Sie Unterstützung?

Wenn Sie mehr zu dem Tool erfahren und einen praktischen Einblick bekommen möchten, melden Sie sich gerne bei mir. In einem unverbindlichen Gespräch können wir gemeinsam auf Ihre aktuelle Situation schauen und die nächsten Schritte planen. Ich freue mich auf den Austausch!

Jan-Christian Kaspareit

Jan-Christian Kaspareit

Mein Name ist Jan-Christian Kaspareit und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

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