Tim Lutz
 - 6. Februar 2020

SAP ERP Support bis 2027 – zwei Jahre mehr Zeit für die Umstellung auf S/4HANA

SAPERP bis 2027

Die SAP Business Suite mit dem Kernprodukt SAP ERP wird um weitere zwei Jahre, also bis 2027, supportet. Damit hat die SAP SE bekanntgegeben, was viele Stimmen aus der Branche schon länger vermutet haben. Das Gute daran: Sie haben zwei Jahre länger Zeit, um vom SAP ERP auf S/4HANA umzustellen.

Supportende 2027 – was kommt dann?

Bisher galt als Stichtag für das Ende des Supports für das SAP ERP der 31.12.2025. Diese Zahl schwirrte bei vielen IT-lern über der Planung der SAP-Strategie des Unternehmens. Dementsprechend wurden die Planungen auch darauf ausgerichtet, dass die S/4HANA-Migration bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen ist. Hier können Sie jetzt den Druck rausnehmen und etwas mehr Zeit einplanen.

Auch nach dem offiziellen Supportende 2027 wird die Unterstützung nicht komplett eingestellt. Sie können sich in den nächsten Jahren auf folgenden Support der SAP im ERP einstellen:

  • bis 2027: Mainstream-Wartung entsprechend der Mehrheit der aktuellen Verträge
  • 2028 bis 2030: Extended Maintenance kann abgeschlossen werden mit entsprechenden Mehrkosten
  • Alternativ läuft ab 2028 auch die Schmalspur-Variante Customer Specific Maintenance, die allerdings nur begrenzt Problemlösungen beinhaltet.

Mehr Zeit für Migrationsprojekte

Der größte Vorteil, der sich aus diesen Neuigkeiten ergibt, ist offensichtlich: Der Zeitfaktor. Wenn Sie bisher unter Hochdruck an der Migration von S/4HANA gearbeitet haben, können Sie nun zumindest ein bisschen den Druck rausnehmen und die Zeitpläne anpassen. Das sorgt vor allem dafür, dass Sie sich mehr auf Ihren Business Case konzentrieren und dort die Potenziale ausschöpfen können. Sie müssen also nicht mehr unter Hochdruck nur die nötigsten Dinge erledigen, sondern können sich mehr Zeit für die Optimierung nehmen und dadurch fachliche Fortschritte und Prozessverbesserungen ermöglichen.

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Innovation gibt es bei S/4HANA, nicht im ERP

Doch es ist auch Vorsicht geboten, denn oftmals führt die größere Zeitspanne dazu, dass das Projekt lediglich nach hinten verschoben wird. Das wiederum würde die Probleme nicht lösen, sondern nur den kritischen Zeitplan nach hinten schieben. Es ergibt also durchaus Sinn, dass Sie sich weiterhin mit der Umstellung beschäftigen.

Ein weiterer Faktor: Die wirklich interessanten Innovationen von Seiten der SAP finden nicht im ERP, sondern bei S/4HANA statt. Die SAP pusht und investiert in S/4HANA, weswegen sich für Sie als Kunden gar nicht viel geändert hat. Wenn Sie das Thema Digitalisierung auf Ihrer Agenda haben, müssen Sie sich weiterhin mit einem Migrationsprojekt beschäftigen.

Der Druck ist erstmal raus

Dennoch bleibt festzuhalten: Der unnötige Druck ist erstmal raus und Sie können Ihre möglicherweise kritischen Zeitpläne überarbeiten. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, sich auf die Erarbeitung Ihres Business Cases zu fokussieren und einen größeren Mehrwert aus dem Migrationsprojekt zu ziehen. Früher oder später werden Sie wahrscheinlich sowieso umsteigen wollen, weil die SAP-Innovationen in S/4HANA stattfinden.

Haben Sie noch Fragen dazu oder möchten Sie wissen, was genau das für Auswirkungen für Ihr Unternehmen hat? Schreiben Sie mir gerne!

Tim Lutz

Tim Lutz

Mein Name ist Tim Lutz und ich bin der Fachbereichsleiter von Mindlogistik. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Logistiklösungen im SAP Umfeld.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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