Marcel Schumacher
5. September 2022

Wie Sie SAP CCM Konditionskontrakte mithilfe von BAPIs automatisieren

CCM-Konditionskontrakte mithilfe BAPIs automatisieren

Im Konditionskontraktmanagement (CCM) der SAP gibt es zentrale Transaktionen, in denen Sie Vereinbarungen einfach anlegen, verwalten und abrechnen können. Es gibt zusätzlich aber auch die Möglichkeit, diese Prozesse zu automatisieren. Die Nutzung einiger nützlicher BAPIs wird Ihnen in diesem Beitrag erklärt.

Wann ist eine Automatisierung sinnvoll?

Manuelle Schritte können minimiert werden, wenn es klare Richtlinien gibt, wie Vereinbarungen aussehen. Sind die Absprachen sehr individuell und verändern sich stetig, ist eine direkte Pflege innerhalb der Transaktion WCOCO einfacher. Sie sollten bei Ihrer Entscheidung in Betracht ziehen, wie hoch der einmalige Entwicklungsaufwand ist und ob dieser durch Ersparnisse im laufenden Betrieb ausgeglichen wird.

(Fast) alles ist möglich

Von der Anzeige, Verlängerung, über die Kopie bis hin zur kompletten Neuerstellung und Änderung eines Konditionskontraktes ist alles abbildbar.

Konditionskontrakte anzeigen

Einer der vermutlich simpelsten BAPIs im Umfeld der Konditionskontrakte heißt “BAPI_CONDITION_CONTRACT_DISP”. Wenn wir ihn aufrufen und eine Konditionskontraktnummer übergeben, wird die Transaktion WCOCO geöffnet und wir sehen direkt den entsprechenden Kontrakt. Dies ist beispielsweise praktisch, wenn wir aus anderen Transaktionen heraus in die manuelle Verwaltung der Kontrakte springen möchten.

Details zu Konditionskontrakten auslesen

Wenn wir die Inhalte der Konditionskontrakte hingegen nicht nur mit unseren eigenen Augen sehen möchten, sondern diese in eigener Logik weiterverwenden wollen, eignet sich der Funktionsbaustein “BAPI_CONDITION_CONTRACT_READ”. Hierüber ist es uns beispielsweise möglich, Kopfdaten, die Umsatzbasis, Konditionen oder auch den Abrechnungskalender auszulesen.

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Konditionskontrakte kopieren

Mithilfe des “BAPI_CONDITION_CONTRACT_CLONE” können wir vorhandene Konditionskontrakte kopieren. So können wir beispielsweise Vorlagen hinterlegen, die wir später duplizieren und anpassen können. Außerdem haben Konditionskontrakte einen Gültigkeitszeitraum. Haben wir zum Beispiel eine Vereinbarung, welche vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 gültig ist, stellt sich die Frage, wie mit dieser im Folgejahr umgegangen werden soll. Häufig werden Absprachen nicht direkt zu Beginn des Jahres neu verhandelt. Daher kann es sinnvoll sein, die entsprechenden Konditionskontrakte vorerst ins Folgejahr zu übernehmen und dann anzupassen, sobald sich offiziell auf eine neue Vereinbarung geeinigt wurde.

Konditionskontrakte anlegen

Auch eine Anlage von Konditionskontrakten ohne Vorlage ist möglich. Hierfür nutzen wir den BAPI “BAPI_CONDITION_CONTRACT_CREATE”. Der Vorteil liegt darin, dass sämtliche Informationen per Code hinterlegt werden können. Hier liegt aber auch gleichzeitig die Herausforderung, da diese Informationen zunächst beschafft und die Strukturen befüllt werden müssen.

Konditionskontrakte bearbeiten

Ist ein Konditionskontrakt erstmal angelegt, kann er weiterhin angepasst werden. Hierfür ist der BAPI “BAPI_CONDITION_CONTRACT_CHANGE” gedacht. Zu beachten ist hierbei, dass die Änderungsstrukturen befüllt werden sollten, damit SAP weiß, welche Felder sich geändert haben.

Konditionskontrakte abrechnen

Auch eine automatisierte Abrechnung von freigegebenen Konditionskontrakten ist mithilfe des Funktionsbausteins “BAPI_CONDITION_CONTRACT_SETTLE” realisierbar.

Zusatzfelder

Bei der Benutzung der BAPIs können auch Zusatfelder in dem Konditionskontraktkopf berücksichtigt werden. Die Struktur hierfür heißt “extensionin” oder “extensionout” – je nachdem, ob sie befüllt oder ausgelesen werden soll.

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Fazit

Auch wenn die Transaktionen im CCM-Umfeld vergleichsweise nutzerfreundlich sind, kann es sinnvoll sein, einzelne Schritte oder ganze Prozesse zu automatisieren. So werden Anwender entlastet – insbesondere bei dem Umgang mit vielen Absprachen.



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