SAP SCM

SAP Supply Chain Management (SAP SCM) dient der digital optimierten Organisation der Lieferkette. Durch intelligente dynamische Verwaltung der Supply Chain soll der Lieferprozess marktorientiert agiler werden. Produkte erreichen dadurch kundenorientierter, kostengünstiger und schneller den Abnehmer und die Bestandshaltung wird schlanker. Schlüssel dafür sind hohe Transparenz in der Lieferkette, verbesserte Kooperation mit Zulieferern und vorausschauende Analysen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Digitale Transformation durch Supply Chain-Transformation

Unternehmerischer Erfolg wird in der digitalen Ökonomie immer mehr von Individualisierung statt von Massenproduktion getrieben. Kunden haben durch das Internet mehr Informationen und Auswahl als je zuvor. Einheitlichkeit von Produkten der Massenproduktion wird den Anforderungen immer weniger gerecht. Die Herausforderung ist es, Produkte nach den vielfältigen individuellen Anforderungen der einzelnen Kunden zu liefern. Intelligente flexible Lieferketten unterstützen den Geschäftserfolg in der digitalen Wirtschaft maßgeblich. SAP SCM sorgt für einen redundanzfreien Bestand und schnelle Produktions- und Lieferzeiten bei maximaler Transparenz.

So wird eine bedarfsgerechtere Produktion möglich, die zur Produktion eines Produkts in jeder Variante in beliebiger Menge befähigt. Dies erfordert eine schnelle Zusammenarbeit mit u.U. flexibel wechselnden Partnern. Automatisierung mit SAP SCM hilft hierbei, durch Datenanalyse maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Digitale Prozesse, die diese Ausrichtung umsetzen, bauen auf Technologien wie Cloud Computing, Big Data-Analyse, maschinelles Lernen und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT).

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Von Produktlinien zu Produktzellen

Führende Unternehmen der digitalen Wirtschaft haben die Kundenzentrierung zu ihrem obersten Organisationsprinzip gemacht. Alles, was sie tun, ist darauf ausgerichtet sein, die vom Kunden gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Um hierbei die wachsende Komplexität und Beschleunigung der Lieferkettenprozesse zu beherrschen, ist Voraussicht gefragt. Beispiele sind die Früherkennung von Problemen, wie Reparaturbedürftigkeit von Maschinen (Stichwort: Predictive Maintenance), Verkehrs- und Wettereinflüssen, oder die Stimmung der Kunden für Trends.

Intelligente Automatisierung mit SAP SCM hilft beim Übergang von der Massenproduktion zur Massenanpassung von individualisierten Produkten. Um diese Chance zu nutzen, überdenken führende Unternehmen ihre Fertigungs- und Logistikprozesse. Ein zentraler Trend ist die Umwandlung von kontinuierlichen Produktionslinien in flexible Produktionszellen. Um die Flexibilität zu maximieren, ohne die Kosten für große Bestandsmengen zu tragen, wenden sich beispielsweise viele Unternehmen dem 3D-Druck zu, um Produkte nach Bedarf zu generieren.

Vom Großhandel zum Direct-to-Customer-Service

Traditionell standen zwischen Konsumgüterherstellern und den Konsumenten die Groß- und Einzelhändler. In der digitalen Wirtschaft ist dies nicht mehr die Regel. Zunehmend lösen sich Hersteller vom Großhandelsvertrieb und verkaufen direkt – entweder online oder in selbst betriebenen Einzelhandelsgeschäften.

Dieser Trend folgt der Logik der digitalen Ökonomie, in der die Verbraucher ein direkteres und persönlicheres Erlebnis mit Marken wünschen. Viele Hersteller sind heute der Meinung, dass der Direktvertrieb ihnen mehr Kontrolle über die Kundenerfahrung gibt als die Zusammenarbeit mit Einzelhändlern mit potenziell unterschiedlichen Interessen und Motivationen.

Inzwischen ist die dreifache Bedrohung in den Bereichen Preis, Komfort und Vielfalt durch Online-Einzelhandelsriesen wie Amazon und Alibaba bekannt. Durch Investitionen in digitale Logistik der nächsten Generation und schnelle Lieferung auf der letzten Meile optimieren diese Online-Händler ihre gesamte Lieferkette immer weiter. Nachfragemanagement und Transparenz sind der Schlüssel dafür.

Durch intelligentes digitales Management der Lieferkette mit SAP SCM werden Bewegungen in der Nachfrage erkannt, so dass Hersteller schnell darauf reagieren können. Zunehmend werden diese Verschiebungen zuerst anhand von Social Media-Analysen und Nutzungsdaten von vernetzten Geräten und Produkten erkannt. Diese Informationen sorgen für eine responsive Lieferkette, die offen für schnelle Anpassungen ist.

Vom Warenverkauf zur Dienstleistung

In dem Bestreben, sich von Wettbewerbern abzuheben und einen Mehrwert für die Kunden zu schaffen, wechseln viele Unternehmen vom Verkauf von Produkten zur Erbringung von Dienstleistungen. Diese Geschäftsmodelle beinhalten Leasing oder Abrechnung basierend auf Nutzung, Verbrauch oder Leistung. Anstelle von Autos wird „Mobilität“ nach gefahrenen Kilometern verkauft. Anstatt CDs zu verkaufen, werden Abonnements für einen Musikdienst verkauft. Anstelle von Industriemaschinen werden Betriebszeiten verkauft.

Ein gemeinsames Thema bei diesen Beispielen für Marktdynamik ist die kreative strategische Nutzung der Funktionen der agilen Lieferkette zur Transformation des Geschäfts. Umsichtige Unternehmen erfinden ihre Lieferketten mit z.B. SAP SCM neu, um Innovationen voranzutreiben und Kunden besser anzusprechen.

Kundenzentrierte Automatisierung der Lieferkette

Ein möglichst hoher Automatisierungsgrad der Lieferkette ermöglicht es den Beteiligten der Lieferkette, sich auf die Mehrwert für den Kunden schaffenden Prozesse zu konzentrieren. Die Automatisierung auf dieser Ebene erfordert ein genaues Bild des tatsächlichen Bedarfs. Eine möglichst hohe Prognosegenauigkeit ist dafür unerlässlich.

Ferner gilt es, Anforderungssignale aus mehreren Datenquellen zu erfassen. Zu diesen Quellen gehören strukturierte Daten wie Bestellungen, Verkaufsstellen- und IoT-Sensordaten. An unstrukturierten Daten fließen E-Mails, Stimmungsanalysen in sozialen Medien und Vorhersagealgorithmen ein. Diese Quellen müssen sinnvoll zusammengeführt werden, um Einblicke zur Verbesserung der Geschäftsleistung und des Kundenservice zu erhalten.

Die zunehmende Komplexität zeigt sich auch im Netzwerk von Lieferanten, Logistikunternehmen, Partnern und Drittherstellern. Durch flexible, integrierte Geschäftsplanungsprozesse mit SAP SCM können Unternehmen diese Komplexität bewältigen. Diese Prozesse sind flexibel, um auf Änderungen von Angebot, Nachfrage und anderen Signalen in der Lieferkette zu reagieren.

SAP SCM ermöglicht einen agileren Lieferprozess.

Totale Transparenz der Lieferkette in Echtzeit

Nicht nur werden Kundenanforderungen individueller, auch Logistikketten werden durch Outsourcing der Produktion komplexer. Der Abstimmungsaufwand zwischen Logistikunternehmen, Lieferanten und Empfänger nimmt zu. Selbst bei gleichbleibender Produktion steigt dadurch auch das Datenaufkommen.

SAP SCM schafft hier Transparenz für alle Beteiligten. Es errechnet aus den komplexen Daten z.B. optimierte Prozess für die Auslieferung eines bestimmten Produkts. Das Verbesserungspotenzial kann in Abgleich mit dem bestehenden Prozess komfortabel eingeschätzt werden.

Wenn Lager, Versandabteilung, Logistikunternehmen und Empfänger auf dieselbe Datenbank zugreifen können, entfällt der Anpassungsbedarf unterschiedlicher Systeme. Alle Beteiligten haben dieselben Informationen zugunsten einer engeren, besser abgestimmten Zusammenarbeit.

Ziel ist es, alles zu sehen – von der Warenbewegung in der Produktion und im Transit über Anforderungssignale und relevante Daten aus Stimmungsanalysen, Kassensystemen und anderen Quellen. Da sich moderne Lieferketten fast immer über die vier Wände Ihres Unternehmens hinaus erstrecken, müssen komplexe Geschäftsnetzwerke von Partnern, Produktionsstätten, Lagern und Vertriebszentren flexibel koordiniert werden.

IoT-Technologie ermöglicht,

  • alle Bestände in Lagern, in der Produktion und auf dem Transportweg in Echtzeit anzuzeigen,
  • Warenbewegungen im gesamten Netzwerk zu verfolgen,
  • Transparenz bei Netzwerkpartnern und Kunden zu schaffen,
  • den Status von Lieferfahrzeugen und Fahrern jederzeit zu überwachen.

Die hohe Durchdringung dieser Big Data-Informationen erlaubt Musteranalyse und damit die Vorhersage zukünftiger Entwicklungen. Die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens verbessert sich, Risiken in der gesamten Lieferkette werden minimiert, und Anforderungen der Kunden werden bestmöglich erfüllt.

SAP SCM Komponenten

SAP SCM teilt sich in Anwendungen für Planung (Planning), Ausführung (Execution) und Koordinierung (Coordination) auf. Die optimale Ausführung der Supply Chain-Prozesse wird vorab in der Planung berechnet. In der Ausführung werden die Prozesse umgesetzt. In der Koordination können die Prozesse verfolgt und beurteilt werden.

SAP SCM Planning

Hier geht es darum, genau die Waren zur Auslieferung vorrätig zu haben, die von Kunden unmittelbar gefragt sind, ohne überflüssigen Bestand. SC Planning erstellt entsprechende Prognosen, um ideale Mengen und Termine für Beschaffung und Lager zu errechnen. Das Bestandscontrolling überwacht und berichtet beständig den Status.

SAP SCM Execution

Diese Komponente steuert die Prozesse gemäß der Planung. Alle logistischen Bewegungen werden hier veranlasst und dokumentiert. Der Warenweg ist vom Eingang über die Lagerung und den Versand bis zur Auslieferung für alle Parteien transparent.

SAP SCM Coordination

Die Koordination teilt sich in Event Management (SCEM) und Performance Management (SCPM) auf. Beim SCEM können alle Ereignisse in der Lieferkette eingesehen werden. Das SCPM misst die Ausführungsprozesse, z.B. mit welchen Paketdienst ein Paket wie schnell ankam. Abweichungen von erwarteten Werten werden automatisch gemeldet.

Vorteile des integrierten Supply Chain Managements

  • Intelligentes Transportmanagement für optimales Ineinandergreifen aller Akteure
  • Materialfluss- und Absatzplanung für eng an der Nachfrage orientierte Bestände und kurze Duchlaufzeiten
  • Warenbewegungen über alle Phasen hinweg lückenlos organisieren und überwachen

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